Was passiert mit dem Baby?

Erstuntersuchung

Wenn das Baby gestillt worden ist, wollen die Eltern und auch wir gerne wissen, wie gross und schwer es ist. In den meisten Spitälern findet diese Erstuntersuchung direkt im Gebärsaal statt, so dass Ihr Eltern dabei zuschauen könnt.

Das Baby wird von Kopf bis Fuss untersucht. Es wird geschaut, ob alles in richtiger Anzahl und Reihenfolge vorhanden ist, das Baby alle neurologischen Reflexe zeigt, das Herz, Atmung, Hautfarbe und Verhalten des Kindes bestätigen, dass die Kreislaufumstellung problemlos funktioniert.

Das Baby wird von einer gynäkologischen Ärztin/Arzt oder einer Hebamme untersucht. Eine kinderärztliche Untersuchung findet vor Austritt aus dem Spital statt.

Vitamin K-Prophylaxe

Routinemässig wird allen Kindern im Rahmen dieser Erstuntersuchung ein paar Tropfen Vitamin K in den Mund geträufelt. Vitamin K braucht der Körper, um Gerinnungsfaktoren herzustellen, um selber innere oder äussere Blutungen zu stoppen.

Innere Blutungen, wie z.B. Hirnblutungen sind vor allem bei sehr kleinen Frühgeborenen ein grosses Problem.

Bei gesunden, reifen Kindern am Termin ist die Gefahr von inneren Blutungen sehr gering.

Da die Prophylaxe aber so einfach und nebenwirkungsfrei ist, wird sie bei allen Kindern empfohlen.

Sie wird am Tag der Geburt, nach 3 Tagen und beim ersten Kinderarztbesuch nach 4 Wochen wiederholt.

Als Eltern müssen wir Euch über diese Maßnahme informieren und Euer Einverständnis einholen.

Temperaturkontrolle

Am ersten Tag kontrollieren wir bei den Neugeborenen bei jedem Wickeln die Temperatur, da die Kleinen manchmal Mühe haben, ihre Temperatur zu halten. Sie kühlen schnell aus und überhitzen aber auch schnell ohne dass sie Fieber haben. Die ideale Temperatur für ein Neugeborenes liegt zwischen36,5 und 37,5.

Zuhause müsst ihr eurem Baby nicht dauernd die Temperatur kontrollieren! Das wäre übertrieben. Wenn ihr sehr unsicher seid, ob das Baby richtig gekleidet ist, könnt ihr die Temperatur aber rektal, also im After des Babys mit einem Digitalthermometer messen.

Mit ein bisschen Übung und Vertrauen in sich und das Baby reicht es dann, dem Baby mit einem Finger die Temperatur am Nacken zu fühlen. Dort spürt man gut, ob es zu warm oder zu kalt hat. Die Händchen sind noch häufig nicht gut durchblutet und eher kühl.

Nach der Geburt sind die Babys häufig für 2 Stunden sehr wach und aufmerksam. Nachdem sie gestillt und untersucht wurden, sind die meisten aber völlig erledigt von den aufregenden Ereignissen und schlafen tief und fest für mehrere Stunden.

VERÖFFENTLICHEN SIE EINEN KOMMENTAR