Verstopfungen

 

Auch beim Darm wirkt das Progesteron tonusmindernd, d.h. es verlangsamt die Peristaltik, die Bewegungen des Darms. Dadurch dauert die Verdauung länger, es wird mehr Wasser aus dem Darm resorbiert, wodurch der Stuhl hart wird.

 

Das ist der Grund, warum viele Schwangere Verstopfungen haben. Ein anderer Grund ist natürlich der, dass der Darm vom Baby mechanisch irgendwo hin verlegt und abgedrückt wird, was ebenfalls Verstopfungen fördert.

 

Das hilft gegen Verstopfungen:  

 

  • Viel trinken (!), mindestens 2, besser 3 Liter Wasser oder Tee

 

  •  Ballaststoffreiche Ernährung; d.h. Vollkorn- statt Weissmehlprodukte, Müsli, ganzes Obst, statt Säfte, viel Gemüse, Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen etc.

 

  • Süssigkeiten reduzieren, da z.B. Schokolade und Zucker Verstopfungen fördern. Bananen stopfen bekanntlich auch.

 

  • 1-2 Esslöffel geschrotete Leinsamen oder Weizenkleie mit viel Flüssigkeit einnehmen (sonst verschlimmert es die Verstopfung) oder am Abend vorquellen lassen und in Joghurt rühren.

 

  • 3 Trockenpflaumen über Nacht einweichen, morgens essen und das Wasser trinken

 

  • Bewegung, Sport: für Euch Schwangere sind empfehlenswerte Sportarten: schwimmen, Velo fahren, Spazieren gehen, Walking, Schwangerschaftsgymnastik oder Schwangerschaftsyoga

 

  •  Sauerkrautsaft trinken

 

  • Mehr Magnesium einnehmen. Viele Schwangere nehmen Magnesium, um Wadenkrämpfen vorzubeugen oder um eine unruhige Gebärmutter ruhigzustellen. Magnesium erzeugt bei häufiger Einnahme tendenziell Durchfall. Deshalb ist es ein einfaches Mittel, um Verstopfungen zu behandeln.

 

  • Ein Suppositorium, ein Zäpfchen, Bulboid. Das ist nur Glyzerin, Fett und hilft bei gelegentlicher Verstopfung auch ganz gut.

 

  • Gleitmittel zum Einnehmen, wie z.B. Paragol, das ist Paraffin, sind gelegentlich auch ok. Aber nicht auf Dauer, weil das die Resorption, die Aufnahme, bestimmter Vitamine erschweren kann.

 

 

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