Vaginale Untersuchung

Nach dem ersten CTG untersucht eine Hebamme euch vorsichtig vaginal, um zu ertasten, ob und wie weit der Muttermund bereits durch die Wehen eröffnet worden ist.

Ein häufiger Eintrittsbefund ist:

• Der Gebärmutterhals ist verstrichen
• Der Muttermund ist 1-2, 3 oder auch mehr cm eröffnet
• Das Köpfchen ist im Beckeneingang
• Die Fruchtblase ist prall vor dem Köpfchen zu tasten
• Es geht mit bisschen Blut vermischter Schleim ab

Diese 5 Kriterien ertasten wir Hebammen immer, wenn wir untersuchen, und erklären sie euch.

Neben der Eröffnung des Muttermunds ertasten wir auch immer noch, wie das Baby im Becken liegt. Und ob es sich richtig ins Becken dreht. Das machen wir, indem wir die Schädelnähte und die Fontanellen, die Knochenlücken, abtasten.

Im weiteren Geburtsverlauf wird diese Untersuchung ca. alle 2 Stunden gemacht. Meistens im Anschluss an das CTG. Ganz grob kann man beim ersten Kind sagen, dass sich der Muttermund pro Stunde einen cm bis auf 10 cm durch die Wehen eröffnet.

Die Geburt verläuft aber selten nach Lehrbuch. Und so gibt es manchmal einen – für die Frau sehr frustrierenden – Stillstand, und manchmal eine sprunghafte Eröffnung des Muttermundes. 10 Stunden für die „notwendigen“ 10 cm Muttermundseröffnung sind aber realistisch beim ersten Kind!

VERÖFFENTLICHEN SIE EINEN KOMMENTAR