Sodbrennen

Sodbrennen ist ja  überhaupt nicht gefährlich. In keinster Weise. Aber es ist so nervig!

Und erneut liegt es an der eigentlich ja guten Wirkung des Progesterons: das Progesteron, das die Gebärmuttermuskulatur ruhig stellen will, damit es nicht zur Frühgeburt kommt, wirkt leider auch auf den Muskel am Mageneingang. Dieser Muskel wird durch das Progesteron ganz schlapp und schliesst nicht mehr ordentlich. Dadurch steigt die Magensäure in die Speiseröhre und löst den ätzenden Schmerz an der Schleimwand aus. Die von unten drückende, grösser werdende Gebärmutter verstärkt die Beschwerden.

 

Hilfe bei Sodbrennen

 

• Meiden von sehr fettigen, scharf gewürzten Speisen

 

• Lieber mehrere kleinere als wenige grosse Portionen essen

 

• Auf Alkohol und Zigaretten verzichtet ihr ja hoffentlich sowieso schon!

 

• Kaffee, Tee und Süssigkeiten können Sodbrennen auch verstärken

 

• Mit erhöhtem Oberkörper schlafen – z.B. gerollte Wolldecke unter die Matratze legen

 

• Ausreichend Zeit zwischen Essen und Schlafen verstreichen lassen

 

• Folgende Hausmittel können Linderung verschaffen: eine Handvoll Mandeln, Nüsse oder Haferflocken gut kauen und den Brei schlucken, Senf, Milch, Sahne oder roher Kartoffelsaft sollen die Magensäure binden

 

• Medikamente, wie sogenannte Antazida sollen die Magensäure binden und neutralisieren

 

Was ich im Übrigen sehr schön finde, ist, dass sich einige alte Volksweisheiten hartnäckig halten. So glauben zum Beispiel noch immer viele Paare, bei Sodbrennen hat das Baby im Bauch sicher lange Haare, die das Brennen auslösen.

 

Erstaunlich oft werde ich in meinen Kursen gefragt, ob das stimmt oder nicht.

 

Stimmt es? Nein! Aber es ist eine lustige Vorstellung!

 

 

Manchmal hilft, sich die Anatomie klar zu machen. Und dann merkt man, dass die Haare des Babys nicht das Brennen in der Brust verursachen können.

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