Milchstau

Morgens wacht Ihr auf, das Baby hat zum ersten mal durchgeschlafen, die Brust ist extrem prall und voll. Rechts aussen sind Knoten im Drüsengewebe zu tasten, es schmerzt leicht. Ihr habt kein Fieber und fühlt Euch sonst gut.

Das ist ein Milchstau. Ausgelöst durch die lange, ungewohnte Trinkpause des Babys.

Andere Ursachen eines Staus kann ein zu enger BH, Einschnürungen durch ein Tragetuch oder Tragesack sein.

Auch möglich, aber selten, ist ein verstopfter Milchgang. Das erkennt man, wenn auf der Mamille, der Brustwarze, ein weisses, mit Milch gefülltes Bläschen zu sehen ist. Dieses Häutchen über dem Milchgang kann man mit Creme aufweichen und vorsichtig mit einer Nadel eröffnen, so dass die Milch fliessen kann.

Was ist zu tun?

Stillen! Oder die Brust durch Ausstreichen oder Pumpen leeren

• Oft fliesst die Milch bei einer gestauten Brust nicht gut. Die Alveolen, die kleinen Bläschen, die die Milch bilden, sind so prall mit Milch gefüllt, dass die Muskelzellen, die um die Alveolen herum liegen, überdehnt sind. Da helfen warme Wickel vor dem Stillen für einige Minuten, um das Gewebe zu lockern und  zu weiten und so den Milchfluss zu erleichtern.

• Eine vorsichtige, kreisende Brustmassage oder Lockerung des Gewebes durch Vibration mit der Hand verbessern ebenfalls den Milchspendereflex.

• Stillposition so wählen, dass der Unterkiefer des Babys zur gestauten Stelle zeigt. In diesem Fall Rückhaltegriff rechts.

• Eventuell kann während des Stillens die gestaute Stelle zusätzlich ausmassiert werden.

• Wenn nötig, nach dem Stillen die Brust komplett ausstreichen oder auspumpen.

• Nach dem Stillen die Brust für 15-20 Minuten kühlen mit Quark, Tiefkühlerbsen, Weisskohlblättern, kalten Umschlägen o.ä. Siehe [Wickel].

• Wenn die Stelle sich weiterhin verknotet anfühlt, häufiger Stillen, um die Milch regelmässig zu entleeren. In dem Fall immer mit der betroffenen Seite anfangen, vor dem Stillen warme, nach dem Stillen kalte Wickel machen.

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