Haut und Schwangerschaftsstreifen

Viele Frauen befürchten, dass sie gegen Ende der Schwangerschaft Schwangerschaftsstreifen, auch Striaegenannt, bekommen. Es werden viele spezielle Öle zur Massage angeboten. Deren Nutzen ist aber nicht erwiesen. Schaden tut es aber sicherlich nicht. Vielen Frauen juckt und spannt die Haut durch das schnelle Wachstum der Gebärmutter. Da kann eine gute Hautpflege auf jeden Fall helfen.

Während meiner Ausbildung zur Hebamme haben wir unseren Professor befragt, was er denkt, was Schwangerschaftsstreifen verhindert. Seine Antwort war sehr eindeutig: „Die Frauen sollen nicht so viel zunehmen.“

Je grösser die Gewichtszunahme, desto stärker ist die Belastung des Gewebes. Erstaunlicherweise sind junge Frauen häufiger von Schwangerschaftsstreifen betroffen, als Frauen über 30. Wie man das erklärt, weiss ich nicht, ist aber meine Beobachtung aus dem Alltag.

In der Schwangerschaft sind die Streifen als rot-bläuliche Risse im Unterhautfettgewebe zu sehen. Nach der Schwangerschaft verblassen sie, bleiben aber als helle, narbige Strukturen sichtbar.

Die Schwangerschaftshormone regen die Produktion von Melanin an. Das sorgt für eine stärkere Pigmentierung in der Haut. Dunkelhaarige Frauen produzieren besonders viel Melanin. Bei ihnen bildet sich eine braune Linie, die Linea fusca, auf dem Bauch. Die Brustwarzen, aber auch z.B. alte Narben werden dunkler durch die Pigmentierung.

Im Gesicht entsteht bei einigen Frauen ein Chloasma, das sind braune Flecken, in denen besonders viel Melanin angelagert wird.

Nach der Schwangerschaft verblasst die braune Linie auf dem Bauch wieder komplett. Die braunen Flecken im Gesicht werden blasser, bleiben aber häufig weiterhin sichtbar.

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