Was machen Hebammen & Ärzte?

Beim Eintritt wollen die meisten Spitäler eine Blutentnahme, um einige Blutwerte bestimmen zu können, für den Fall eines Kaiserschnittes oder falls ihr im Verlauf eine PDA wünscht.

In einigen Spitälern wird ein venöser Zugang in die Vene gelegt, der nach der Geburt wieder entfernt wird.

Betreut werdet ihr in jedem Spital von einer Hebamme. Die meisten Spitäler sind im 3- Schichtdienst organisiert, d.h. Frühdienst bis 16:00 Uhr, Spätdienst bis 23:00 Uhr und Nachtdienst bis 8:00 Uhr. Ihr bekommt pro Schicht immer eine Hebamme zugeteilt, die sich um Euch kümmert. Eventuell betreut diese Hebamme noch ein anderes Paar während der Geburt oder macht Schwangerschaftskontrollen. Das heißt, ihr seid als Paar immer mal wieder für eine halbe Stunde alleine.

Die Hebamme wird euch Vorschläge machen bezüglich Positionenwechsel oder der Atmung. Sie zeigt euch Männern, wie ihr eure Frau durch eine Massage des Kreuzbeins unterstützen könnt.

Die Hebamme hilft euch im Umgang mit den Wehen. Wenn ihr Schmerzmittel wollt, ist es der Job der Hebamme, Euch die Mittel vorzuschlagen, zu verabreichen oder zu veranlassen, dass die Anästhesie (Narkoseärzte) kommen, um z.B. eine PDA zu legen.

Alle 1-2 Stunden wird die Hebamme das CTG schreiben, um die Herztöne zu kontrollieren.

Alle 2 Stunden wird die Hebamme eine vaginale Untersuchung vornehmen, um den Verlauf der Geburt beurteilen zu können.

Wenn alles komplikationslos verläuft, rapportiert man als Hebamme regelmäßig dem Arzt/Ärztin, ist aber bis kurz vor der Geburt des Babys mit euch alleine.

Erst kurz bevor das Köpfchen geboren wird, kommt eine Ärztin hinzu. Im Moment der Geburt sind dann Arzt und Hebamme anwesend, wobei die Hebamme die Leitung der normalen Geburt hat.

 

Wenn bei der Geburt Komplikationen auftreten, die eine Operation wie eine Saugglocke oder einen Kaiserschnitt nötig machen, dann ist dies das Aufgabengebiet der Ärzte. Wir Hebammen sind dann für eure Begleitung, Betreuung und Unterstützung da.

Sollte es bei einer normalen Spontangeburt zu einer Geburtsverletzung wie einem Dammriss kommen, ist es in den meisten Spitälern üblich, dass die Ärzte die Nahtversorgung übernehmen.

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