Die Eröffnungsphase

Die Eröffnungsphase ist die erste Phase der Geburt. Sie heißt so, weil sich der anfangs geschlossene Muttermund eröffnet. Auf 10 cm. Dann hat der Muttermund sich hinter das Köpfchen des Babys zurückgezogen.

Die Eröffnung des Muttermunds passiert durch regelmäßige und kräftige Wehen im Rhythmus von 5 Minuten.

Eine Wehe dauert 1 Minute, dann folgt eine Pause von 4 Minuten und die nächste Wehe kommt und dauert wieder 1 Minute….

Durchschnittlich dauert 1 cm Muttermundseröffnung 1 Stunde.

Macht bei 10 cm = 10 Stunden.

Dieser 5-, später dann 3-minütige Rhythmus ist bei allen Frauen gleich. Da gibt es keine Ausnahmen. Trotzdem gebären Frauen unterschiedlich schnell. Einige gebären zügig in 6 Stunden, andere brauchen lange 18 Stunden.

Diese Angabe gilt beim ersten Kind, wo das Gewebe noch sehr straff ist. Beim zweiten und jedem weiteren Kind gibt das Gewebe sehr viel schneller nach! Häufig sind die zweiten Kinder in der Hälfte oder einem Drittel der Zeit auf der Welt!

 

Am Anfang der Eröffnungsphase sind die Wehen noch nicht gleich stark wie am Ende. So könnt ihr euch langsam daran gewöhnen und herausfinden, was für euch am besten ist.

Empfehlen würde ich euch einen Wechsel von anregenden Bewegungen wie Treppen steigen und Spazieren und Phasen, in denen ihr versucht, Euch auszuruhen und zu entspannen. Geht warm duschen oder nehmt ein Bad und legt euch zwischendurch mal hin.

Ganz wichtig ist, einen guten Atemrhythmus zu finden. Atmung und Positionen sind das wichtigste bei der Geburt!

In den meisten Gebärzimmern gibt es große Gymnastikbälle, auf denen viele Frauen gerne sitzen und das Becken kreisen lassen. Beliebt ist auch, sich mit dem Oberkörper über den Ball zu legen, während der Mann oder die Hebamme den Rücken und vor allem das Kreuzbein massiert.

Einige Gebärabteilungen haben Sprossenwände oder Seile von der Decke hängen, an die ihr Frauen euch während der Wehen reinhängen könnt.

Seid intuitiv! Hört in euch rein und macht das, was sich im jeweiligen Moment am besten anfühlt!

Und wenn ihr Hilfe braucht, sei es menschliche oder medikamentöse, dann nehmt sie so in Anspruch, wie es für euch gut ist!

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