Der Milcheinschuss

Um den dritten Tag herum kommt es zum Milcheinschuss. Eigentlich soll man ihn ja jetzt laut Lehrbuch „initiale Brustdrüsenschwellung“ nennen, aber das tut niemand. Milcheinschuss klingt auch mehr danach wie es sich anfühlt! Knallvoll, zum bersten gespannte Brüste.

Aber initiale Brustdrüsenschwellung beschreibt eigentlich besser, was in der Brust passiert.

Ab dem dritten Tag wird zwar deutlich mehr Milch produziert, die Brust schwillt aber vor allem durch eine verstärkte Durchblutung und eine Schwellung der Venen und Lymphbahnen an und nicht, weil das Drüsengewebe so viel Milch enthält.

Gelegentlich ist die Schwellung so stark, dass die Brust so prall ist, dass die Brustwarzen für das Baby kaum mehr zu fassen sind. Durch den Austritt von Eiweiss ins Gewebe, bekommen einige Frauen Fieber mit moderater Temperatur, das sogenannte „Milchfieber“.

Was kann man machen?

Warme Wickel vor dem Stillen und…

• …eine Brustmassage erleichtern den Milchfluss und machen das Brustgewebe etwas weicher und damit für das Kind besser greifbar

Häufigeres Stillen lindert den Milcheinschuss!

Kühle Wickel und / oder Weisskohlblätter im BH nach dem Stillen

Geduld, gute Nerven und eine liebevolle Unterstützung durch das Umfeld

Gerade der letzte Punkt ist ganz wichtig. Denn häufig haben Frauen am dritten Tag nicht nur mit dem Milcheinschuss, sondern auch mit dem Babyblueszu tun. Sie sind erschöpft und sensibel, die Hormone wirbeln durch die Venen und dann kommt auch noch der Milcheinschuss.

Meistens ist der Spuk nach einem Tag schon wieder vorbei und die Milchproduktion und das Gewicht des Babys nehmen kontinuierlich zu.

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