Damriss / Dammschnitt

Nach der Geburt der Plazenta inspizieren wir vorsichtig den Damm und die Scheide, ob es einen Riss des Dammes oder der Scheide gegeben hat, den man nähen muss.

Wenn der Riss nur sehr klein ist und nicht blutet, muss man nicht nähen.

Sollte eine Naht nötig sein, macht man es direkt im Anschluss an die Geburt.

Das Gebärbett wird dazu mit ein paar Handgriffen umgebaut, dass es aussieht wie ein gynäkologischer Stuhl. So ist es für die Ärzte einfacher zu nähen.

Nach der Geburt fühlt sich alles wund an. Deshalb wird das Gewebe wie beim Zahnarzt lokal betäubt. Wer eine PDA hat, spürt sowieso weniger oder nichts bei der Naht.

Genäht wird mit resorbierbarem Nahtmaterial, d.h. die Fäden lösen sich von alleine auf und müssen nicht gezogen werden.

Das Nähen dauert je nach Schwere der Geburtsverletzung ca. 15-45 Minuten.

Das Baby ist während der Zeit bei Euch auf der Brust. Einige Kinder fangen dann schon an zu suchen und wollen gestillt werden, andere brauchen noch ein bisschen Zeit.

Das Wundgebiet ist eigentlich das schwierigste, was man sich denken kann: besiedelt von Darmbakterien, immer feucht, Reibung durch Bewegung, Druck durch sitzen…. aber dadurch, dass Ihr junge gesunde Frauen seid, verläuft die Wundheilung in aller Regel unproblematisch.

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